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| Packet Radio |
"Packet-Radio ist ein
rechnerunterstütztes Kommunikationssystem, indem Daten
digital nach einem definierten Protokoll zwischen
Funkstationen ausgetauscht werden". Einfach ausgedrückt:
Datenübertragung per (Amateur-)Funk. Diese Daten sind
allerdings nicht nur Computerprogramme, sondern genauso
technische Artikel, aber auch persönliche Botschaften.
Man kann sich über Packet-Radio also genauso
"unterhalten" wie in einer Fernschreibverbindung, nur
kann sich im Gegensatz zu dieser Amateurfunkart auch auf
gebräuchliche Techniken darauf verlassen, dass das, was
ankommt, auch bei gestörter Verbindung fehlerfrei
ankommt. Außerdem können digitale Signale ohne Probleme
gespeichert und verlustfrei weitervermittelt werden.
Das heute für PR verwendete Übertragungsprotokoll ist
eine für Funkübertragung abgewandelte Form des in der
kommerziellen Datenübertragungstechnik (z. B. im
DATEX-P-Netz) verwendeten X.25 Protokolls und wurde zu
Beginn der 80er Jahre in den USA entwickelt.
Die zu übertragenden Daten werden von einem Terminal
(dies kann auch ein Fernschreiber, aber auch ein
Computer mit einem entsprechenden Terminalprogramm sein)
über eine Schnittstelle (meiste eine serielle
Schnittstelle auch als RS-232 oder V.24 bekannt) an
einen Terminal-Node-Controller (TNC) übergeben, der
diese Daten wiederum entsprechend dem oben genannten
Protokoll aufbereitet als Bitfolge (im Prinzip eine
Folge von Nullen und Einsen) in Päckchen definierter
Länge an ein Modem weitergibt.
Dieses Modem setzt dann die einzelnen Bits in Töne
unterschiedlicher Frequenz um, die nun statt
Sprachsignalen von einem üblichen Funkgerät verarbeitet
werden können. Bei der Gegenstation setzt ein Modem
wieder umgekehrt die empfangenen Töne in logische Nullen
und Einsen um, die im dortigen TNC decodiert und als
Daten am Terminal dargestellt oder zu späteren
Verwendung abgespeichert werden können. Teilweise können
als Terminal eingesetzte Computer auch die Aufgabe des
TNCs mit übernehmen.
Können sich zwei Stationen nicht hören, ist die
Verbindung auch über einen sogenannten Digipeater
möglich, wozu sich jede von beiden Teilnehmern
erreichbare Packet-Radio-Station eignet, die das von
einer Station empfangene Signal in ihrer Station
aufbereitet und neu abgestrahlt. Mehrere Digipeater
können in einem Netz miteinander verbunden sein, sodass
Verbindungen auch über sehr große Entfernungen
ermöglicht werden. In "Mailboxen" können Nachrichtennn
und allgemeine Informationen gespeichert werden, auf die
im Prinzip jeder PR´ler über das Netz zugreifen kann.
Der einzige Nachteil gegenüber einer normalen
Sprechfunkverbindung ist beim heute üblichen PR
natürlich, dass sich persönliche Stimmungen nicht
automatisch mitübertragen lassen und die Benutzung von
Tastatur und Bilschirm statt Mikrofon und Lautsprecher
beziehungsweise Kopfhörer notwending sind.
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